Transformation. Wandel, Metamorphose oder einfach nur Veränderung?

Ein beliebtes Bild für das Erklären des biologischen Phänomens der Metamorphose ist die kleine dicke Raupe, die sich in einen eleganten Schmetterling verwandelt. Von der Natur so vorgegeben, vollzieht sich die Veränderung automatisch. Die Raupe wird nicht einfach nur schöner, schneller oder schlauer. Die Raupe wird ein komplett anderes Tier. Wo vorher Kriechen, Fressen und Dick werden angesagt war, geht es im neuen Modell ums Fliegen, Vermehren und Nektar saugen. Es liegt also nicht nur eine lineare Veränderung vor, sondern eine Transformation.
Ein sperriges Wort. Es klingt nach Anstrengung und viel Komplexität. Und damit bestätigt sich die Vorahnung: Transformation ist mehr als eine Weiterentwicklung oder ein klassischer Wandel. Transformation impliziert einen Bruch mit dem Status Quo und fordert neue Formen. Ein Prozess, den Menschen so gar nicht mögen; sind sie doch Gewohnheitstiere und vertrauen auf Bewährtes. Doch die Natur zeigt uns wie wesentlich Brüche sind. Die Märkte zeigen uns wie verlässlich Brüche sind. Und das Leben selbst liebt es auch, uns immer wieder in Situationen zu bringen, in denen wir nicht einfach so weitermachen können wie bisher. 

Die Corona-Pandemie, der demographische Wandel, die Klima-Krise, der Siegeszug der Digitalisierung – an allen Ecken und Enden der Welt werden wir innerhalb kürzester Zeit an unsere Grenzen gebracht. Ein Indiz, dass Transformationen unmittelbar bevorstehen. Politiker:innen sprechen davon, dass ein „Weiter so“ nicht funktioniert und im Hinblick auf den Schaden, den wir der Welt mit unserem Überkonsum angetan haben, ist klar, dass wir andere Formen finden müssen, um lebenswert, lebensfähig und fair in die Zukunft gehen zu können.

Transformationen sind nicht nur globale Phänomene. Selbst kleine Unternehmen finden Bereiche, die sie zwingen mit Herausforderungen und Bedürfnissen anders umzugehen. Junge Arbeitnehmer:innen erwarten sinnstiftende Tätigkeiten, einen Rahmen in dem sie sich entfalten können und dennoch nicht über ihre Grenzen gehen müssen. Kosten steigen, weil Rohstoffe immer kostbarer werden, Lieferketten sich verändern und Verfügbarkeiten wegbrechen. Prozesse müssen immer öfter hinterfragt werden: Geht das automatisierter? Digitaler? Routinierter? Und wenn nicht, was dann? Abläufe in Unternehmen von heute auf morgen zu verändern, manchmal sogar zu eliminieren, kosten Kraft, Geld und Zuversicht. Und damit genau die Ressourcen, die so wertvoll sind. Daher empfiehlt es sich, Transformationen im Unternehmen nicht mit Aktionismus zu begegnen, nicht mit Ignoranz und auch nicht mit Vergötterung. Sondern sie anzunehmen und zu gestalten. Und damit wären wir wieder beim Kern. Willkommen in den Dimensionen der Ästhetik. Mittels ästhetischer Prinzipien lassen sich Transformationen hervorragend bewältigen.

  • Formgebung.

    Das Wort „Trans - Form - ation“ sagt eigentlich alles. Es geht um eine Form, die verändert wird. Dafür ist es notwendig die „alte Form“ erstmal bewusst wahrzunehmen. Wo laufen denn die formbegrenzenden Linien? Welche Form nimmt die Organisation denn ein? Nur, wenn wir wissen, was wir vor uns haben, können wir beginnen, uns zu fragen wie sich die Formation neu aufstellen soll. Mit Zettel und Stift, klugen Fragen und der Bereitschaft, die Vergangenheit kritisch zu betrachten, kann die Reise losgehen.

  • Neugier.

    Transformation hat immer auch etwas mit Loslassen zu tun. Und dafür braucht es Mut. Und Lust. Lust auf Neues. Dabei können Stil und Design gut helfen. Gestalten Sie mit Ihren Mitarbeiter:innen und Führungskräften Zukunftsbilder. Aktivieren Sie alle Sinne. Wo geht die Reise hin? Was wäre undenkbar und warum? Wie fühlt sich die Organisation der Zukunft an? Welche Reize werden elementar? Was werden wir von unserem Unternehmen in Zukunft wahrnehmen – müssen? Das Versinnlichen macht Lust auf konkrete Ideen und schafft die so wichtige Freude auf neue Wege.

  • Konkretisierung.

    Transformation bietet enorme Chancen. Geht man einen linearen Weg, besteht die Gefahr, dass sich alte Gewohnheiten einschleichen, ein bisschen mehr Ballast als notwendig mitgenommen wird. Das macht es in einer Organisation nicht leichter. Findet ein Bruch statt, kann alles hinterfragt werden. Und damit wird bewusst nachgedacht. Bewusst identifiziert, wo es Lücken gibt an Wissen, an Daten, an Prozessen. Und violá – eine Umsetzung in konkrete Maßnahmen wird ermöglicht. 

  • Nachhaltigkeit.

    Transformation ermöglicht nachhaltigere Lösungen. Wenn allen erst einmal bewusst ist, dass der Bruch mit bewährten Dingen sowieso ansteht, kann konstruktiv an neuen Wegen gearbeitet werden. Und damit können Verzicht und Investitionen völlig neu integriert werden. Die Folge der Folge kann mit klarem Blick fokussiert werden.

  • Passung.

    Unternehmen mit all ihren Eigenheiten, ihren Eigensinnen und ihren eigenen Märkten fällt es nicht leicht, sich schnell zu schütteln und neu aufzustellen. Wenn es so wäre, würden sie als fragil gelten und das wäre gefährlich. Daher muss die Reise mit Geduld und Demut, Neugier und Leidenschaft begonnen werden. Einige Mitarbeiter:innen sind verunsichert, nicht begeistert und skeptisch. Andere wollen sofort loslegen und alles komplett anders machen. Hier hilft Haltung. Eine weitere Ausprägung der Form. Sie ergibt sich aus der Unternehmens-DNA und ist das Rückgrat eines Unternehmens. 

Hat die Raupe Lust auf Transformation? Sicherlich nicht. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, Bedingungen zu schaffen, damit sie bestmöglich zu einem starken, schönen, widerstandsfähigen Schmetterling wird, der wiederum attraktiv für andere ist. 

Sie brauchen Unterstützung auf dem Weg zum Schmetterling? Als Spezialistin für Ästhetik mit einem ganzheitlichen Blick von außen, kann ich helfen, Prozesse in Unternehmen im Sinne einer Transformation klar zu gestalten. Schreiben Sie mir und wir finden einen Weg.



Zurück
Zurück

Nachhaltigkeit. Denn Klarheit sorgt für Ressourcenschonung.

Weiter
Weiter

Form. Das Gegenteil von Willkür.